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Wovor haben Menschen Angst, siehe #Pegida

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fragez. Wovor haben Menschen Angst, siehe #Pegida

Beitrag von lupa am Di 16 Dez 2014, 11:29

Islamisierung und Ausländerfeindlichkeit ist es eigentlich nicht.
Das wird von den Neonazis als Vorwand genommen, gerade wegen IS, gibt man diesem neue Nahrung.


Nachdem was ich tagtäglich höre und sehe hat die Unzufriedenheit der Bürger nur wenig mit den Flüchtlingen zu tun, sondern es ist ein Vorwand der Organisator, die unter dem Namen Pegida Mitmenschen zur Demo aufrufen. Nicht wenige gehen dahin ohne sich zu fragen ob sie auf der richtigen Seite stehen, daran wurde nicht gedacht.

Leider wird das Flüchtlingsproblem jetzt als Vorwand genommen, die Fremdenfeindlichkeit nimmt zu. Das konnte und kann man gut erkennen wenn die Menschen gefragt wurden warum sie mit zur Demo gehen. Nur wenige haben sich wirklich mit der Problematik auseinander gesetzt. Es wird nachgeredet ohne Sinn und Verstand. Eigentlich wurde vergessen warum man sauer ist. Einer muss der Schuldige sein, jetzt sind es Flüchtlinge, morgen sind es die Arbeitslosen (hatten wir schon mal) wieder, übermorgen geht es gegen Rentner, Behinderte und wieder mal gegen die Jugendliche.

Nahrung bekommen die Nazis durch das was man von den Politiker hört. Verschärftes Asylrecht. Fast alle Flüchtlinge sind Wirtschaftsflüchtlinge. Sinti und Roma sind die die unser Sozialsystem ausnutzen und ähnliches. Nun kommt das was man nicht will und was so auch nicht stimmt. Wie Islamisierung, Burka usw. Das Thema wurde vorgeschoben und nicht wenige machen mit. Dabei ist die Angst. Die Angst vor sozialem Abstieg. Angst, dass es für uns nicht mehr reicht. Das Thema Flüchtlinge wird hoch geschaukelt, dabei ist und sollte es kein Thema sein. Dass Flüchtlinge auf Dauer mehr in die Sozialkassen einbringen als sie mal gekostet haben, das wird außen vorgelassen. Die Veranstalter (Pegida) haben dafür kein Ohr. Sie wollen ihre neonazistische Parolen unter das Volk bringen, leider funktioniert es auch, wie man jetzt sehen kann.

Die Wut der Bürger hat sich über die Jahre, nachdem Agenda 2010 ins Leben gerufen wurde, angestaut. Löhne die nicht mehr steigen, im Gegenteil sie sinken und nachdem damals die Politiker Klement und Müntefering laut gerufen haben, dass man auch für weniger Geld arbeiten kann und muss. Das hat dem Lohndumping Türe und Tore geöffnet. Erst waren es erwerbslose Menschen die davon betroffen waren. Doch zunehmend ging es auch auf reale Arbeitsplätze über. Viele Firmen sind auf den Zug aufgesprungen, die Regierung gab es ja vor.

Die Vermittlung von Arbeitslosen waren und sind fast immer im Niedriglohnsektor zu finden. Durch die Einführung von 1 € Jobs gingen weiter die Löhne nach unten. Arbeitskraft wird nicht mehr gewürdigt. Unlängst kam der Versuch auf, dass Hamburg ab 2015 Langzeitarbeitslose zwingen wollen für NULL € zu arbeiten. Wenn ich so was höre da geht mir der Hut hoch. Also gibt es da Arbeitsplätze. Warum werden die nicht nach Tarif bezahlt? Wieso sollen hier erwerbslose Menschen herhalten mit der Begründung, sie bekommen ALG II, ergo können sie dafür auch was tun. Was ist denn das für eine Einstellung? Mir zeigt es, dass man meint mit dem  arbeitslosen Mensch kann man verfahren wie man will, sie sind Freiwild in den Jobcenter. Das ist eine böse und menschenverachtende Politik die man niemals stumm hinnehmen darf.

Hier macht sich mit Recht Angst breit. Angst selbst mal dahin abgleiten zu können. Wer heute seinen Arbeitsplatz verliert kann wenig darauf hoffen, schnellstmöglich einen neuen Job zu finden. Das kann dauern, 1 Jahr ist schnell vorbei und schon ist man in der Hartz IV Falle angelangt. Die Arbeitspolitik hat sich mit der Agenda 2010 nach unten verschlechtert. Es zählt nicht mehr der Mensch, es zählen keine reale Arbeitsplätze, es zählt nur noch wie kann man die arbeitslose Bevölkerung beschäftigen kann, quasi zum Null. Als Belohnung für das mitmachen, erhalten die Arbeitgeber Subventionen. Was nichts anderes heißt als: die Jobcenter kaufen Arbeitsplätze, schicken Arbeitslose dahin, der Lohn reicht da eh nicht, sie können aufstocken. Das Aufstocken hat sich dermaßen eingebürgert, es ist ein Teil dieser menschenverachtende Politik. Das dollste: die Gewerkschaften gehen kaum dagegen, warum auch? Auch Gewerkschaften sind Arbeitgeber. Das wird leider oft vergessen.

Die nächste Angst sind die Renten. Das Renteneintrittsalter wurde nach oben korrigiert, was nichts anderes ist als eine Senkung der Renten. Altersarmut macht sich schon jetzt bemerkbar. Menschen in Hartz IV bleiben auf der unteren Stufe, nennt sich dann: Grundsicherung im Alter. Geldlich ist es das gleiche wie bei Hartz IV.

Gleich dahinter die Pflege im Alter. Auch hier ist vieles verbesserungswürdig. Braucht man Pflege bekommt man diese auch. Leider zeigt sich da eine Negativseite die niemals hingenommen werden kann wie: Bevormundung, sollen froh sein dass geholfen wird, wird wenig gefragt ob es einem passt oder nicht und und und - hier kann ich schon Romane schreiben darüber. Erlebe es ja tagtäglich, vorher in der eigenen Wohnung, da hieß es öfter: sie müssen Möbel entsorgen, unsere Pflegekräfte brauchen viel Platz usw. Es kam gleich die Bevormundung, sie wollen bestimmen ... hatte damals mehrere Pflegefirmen raus geworfen, brauchte nur Haushaltshilfe, keine körperliche Pflege, meine Wünsche und Fragen wurden teilweise übergangen. Jetzt im Altenheim ist es auch oft mal so, Bevormundung durch eine Pflegekraft, man wird teilweise nicht für voll genommen. Benötige Hilfe bei vielen was ich selbst nicht hin bekomme durch Gefühlslosigkeit in den Fingern, Füße, Herz (nur keine Anstrengung) Jeder Behinderte macht viele Handbewegungen anders, nur so kann er sich lange selbst behelfen. Das bemerkt fast niemand, was auch so gewünscht ist. Nur ein guter Beobachter sieht, dass (nehme hier mich als Beispiel) man einiges macht, ausführt was nicht der Norm entspricht. Meine Freundin bemerkt es öfter. Früher musste sie oftmals Wäsche bügeln. Ich kann dies schon seit Jahren nicht mehr, verbrenne mich dabei. Das fragen: kannste, willste, magst du ... wurde mir zu viel. Habe mich über Bügelpressen informiert, dann gekauft. Der Erfolg: ich kann es wieder selbst erledigen. (das war vor 10 Jahren). Das Gerät habe ich ins Altenheim mitgenommen. Wieder ein Stück Selbstständigkeit zurück. Was mich am meisten ärgert: jeder Versuch von Bevormundung. Das erlebe ich öfter ...







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fragez. Re: Wovor haben Menschen Angst, siehe #Pegida

Beitrag von lupa am Di 16 Dez 2014, 17:17


doch, dass die Flüchtlinge jetzt verstärkt in den Vordergrund gestellt werden ist nicht ok. Fremdenhass darf keine Türe geöffnet werden. Die Argumente die ich gerade im Radio gehört habe, Aussagen von Menschen die in der Demo gestern standen, ist Fremdenhass, das macht betroffen ...

es ist aber auch der Auslöser. Auslöser für angestaute Probleme, siehe das was ich zuvor geschrieben habe. Wie auch Angst vor dem Unbekannten.

Wie ich darauf komme, dass es auch Angst vor dem Unbekannten ist?
Hatte heute ein Gespräch mit einer Frau. Sie mag keine Burka-Trägerin gab sie mir zu verstehen. Ich fragte sie ob sie denn eine Frau kenne die die Burka trägt? Nein, gab sie mir zur Antwort. Warum also Angst? Sie konnte mir diese Frage nicht beantworten meinte jedoch, dass sie nicht das Gesicht der Frau sehe, das machte sie nervös. Sie war jedoch schon 2x in Ägypten, da gibt es doch Frauen mit Burka. Ich fragte sie deswegen, ob sie da auch ein flaues Gefühl im Magen gehabt hätte? Nein, sagte sie, da ist es ja normal, hier in Deutschland solle sie sich gefälligst anpassen. Ich fragte sie, hast du dich in Ägypten angepasst? Sie erstaunt: ich, warum das denn? Bin schließlich als Tourist da und bringe Devisen ins Land. Auch ne Logik ...

Ich sagte ihr, dass es genug Deutsche im Ausland gebe, die in einem Viertel leben wo es viele Deutsche gibt. Da gibt es auch Straßen wo man mehr deutsche, wenig einheimische Produkte kaufen kann, das deutsche Viertel. So wie etwa hier bei uns. In Großstätten gibt es auch Straßen wo man entweder ital. oder türkische Produkte kaufen kann. Sie leben alle, ob hier in D oder im Ausland, so wie sie es in der Heimat gewöhnt sind und niemand stört sich dran. Warum also diese Feindlichkeit gegenüber Flüchtlinge? Sie meinte: Flüchtlinge kosten Geld, nehmen uns Arbeit und Wohnungen weg. Ach so, sagte ich. Die Flüchtlinge müssen jetzt herhalten dafür, dass es wenig Arbeitsplätze und wenig Wohnungen gibt. Ich sagte ihr, dass es doch vor Ankunft der Flüchtlinge das Problem wegen Arbeit und Wohnung schon bestand. Sie: jetzt verschlimmert sich das ganze. Ich: meinst du nicht, dass die Politik dafür verantwortlich ist und nicht jetzt die Flüchtlinge? Sie: stimmt, doch jetzt wird es noch schlimmer. Ich: dann gehe doch nach Berlin und frage mal warum sich da nichts ändert? Ach, winkte sie ab. Da werden wir doch eh nicht für voll genommen, die machen was sie wollen, Hauptsache die haben ihr Geld und können sich alles erlauben. Ich: dafür können die Flüchtlinge aber nichts dafür. Sie: trotzdem ...

bei dem Gespräch dreht sich die Katze im Kreis. Die Flüchtlinge müssen nun für alles herhalten, was sich über Jahre aufgestaut hat, wie ich vermutet habe. Schade - auch hier wird nichts verstanden. Die Flüchtlinge sind in der Tat der Auslöser für eine Bürger ferne Politik in der Vergangenheit bis jetzt ...

NS//
kein Wunder, dass sich diese Problematik die AfD wie die Nazis zu Nutze machen ... schuld sind die anderen ... das gibt Wähler für die AfD wie NPD ... nicht zu glauben ...





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fragez. Re: Wovor haben Menschen Angst, siehe #Pegida

Beitrag von lupa am Di 16 Dez 2014, 23:09

Reaktionen aus Regierungskreisen ...


die Ansagen einzelner Politiker zeigen, bis auf wenige Ausnahmen, dass die Politiker nichts verstanden haben, nämlich was die Menschen wirklich bewegt auf die Straße zu gehen.

Hier wird von Hetze und Populismus geredet, von Rechtsextreme bis hin zu Verbote. Den wirklichen Grund wurde entweder nicht erkannt oder aber, es wird totgeschwiegen, schließlich geht es uns so gut wie nie und das Flüchtlingsthema sei kein Thema ... dass man deswegen demonstrieren muss.

Einig waren sie sich, dass wir Demonstrationsfreiheit haben. Das war es auch schon mit Einigkeit.

Doch mal ehrlich:
würde es uns allen wirklich so gut gehen wie man uns glauben lassen will, dann würden nur wenige Menschen auf die Straße gehen, warum auch? Doch jahrelange angestaute Wut, Angst um den Arbeitsplatz, Hartz IV mit all seinen Folgen, steigende Preise, Gesundheitsversorgung wo vieles jeder einzelne selbst zahlen muss, es ist aus dem Katalog heraus gefallen, steigende Mieten und vieles mehr, ist die wirkliche Ursache, dass Menschen anfällig sind und mehr nach rechts tendieren. Wundern tut mich das nicht, doch es macht mich nachdenklich, nachdenklich dahin, gehen jetzt die Menschen mehr zur AfD und NPD über? Der Anfang ist nicht zu übersehen, keine gute Entwicklung.

Nicht wenige Menschen in unserer Gesellschaft können sich notwendiges wie zB einen Sitzring nicht kaufen, es fehlt das Geld. Oder Medikamente gegen Kopf- und Zahnschmerzen, Erkältungen, Verbandszeug, das auch aus dem Katalog heraus genommen wurde. Hier wird wahllos gekauft was billig ist, egal ob es Nebenwirkungen hat oder aber nicht wirklich geeignet ist die Schmerzen zu lindern, als Beispiel (Allergie nicht zu vergessen). Das wirkt sich nicht gerade positiv auf die Gesundheit aus, die Folgekosten können dafür um einiges höher liegen. (war bei der Praxisgebühr zu beobachten. Sie gingen nicht mehr zum Arzt, später hatte die Erkrankung einen Verlauf genommen, so dass die Heilungskosten um vielfaches höher lag).

Aufstockung, ein Thema für sich. Es ist beschämend, da arbeitet der Mensch 8-10 Stunden täglich und kann mit dem Lohn weder sich alleine noch die Familie ernähren, der Arbeitnehmer muss Aufstockung beantragen. Somit bleiben nicht wenige Menschen, trotz Arbeit, in der Armutsfalle. Davon loskommen so gut wie unmöglich. Das wird sich auch mit dem Mindestlohn von 8,50 € nichts ändern. Auch das reicht nicht allen. Auch hier werden viele weiter auf Aufstockung angewiesen sein.

Und die Politik? Die Menschen haben ein Recht auf Aufstockung, sie müssen es nur annehmen. Zynischer geht es nimmer. Dann kommt die Ansage, es darf nicht sein, dass Menschen mit ALG II das gleiche an Einkommen haben wie die Aufstocker. Schon will man den Menschen mit Hartz IV noch mehr wegnehmen, anstatt endlich eine Politik zu betreiben damit die Menschen mehr verdienen und nicht auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Die Gewerkschaften halten sich zu diesem Thema zurück, müssten sie ja dann auch ihren Arbeitnehmer mehr zahlen. Diese Geiz ist Geil Mentalität ist haarsträubend. Mir scheint, dass man den Lobbyisten nicht zu viel wegnehmen will, der dumme ist der Arbeitnehmer im unteren Lohnsektor wie der arbeitslose Mensch. Man spielt, wie in der Vergangenheit auch, beide Gruppen gegeneinander aus. Das lenkt ab von einer Politik die den Lobbyisten dient.

Es wird Zeit, dass die Regierung endlich eine Politik betreibt die mehr dem Volk dient als den Lobbyisten. Damit wäre das Flüchtlingsthema auch keines mehr.

Doch, wie jetzt, Flüchtlinge als Verursacher zu sehen, die einem was wegnehmen wollen, ist doch nie ein Thema in dem Umfang gewesen wie jetzt. Das ist braunes Gedankengut und hat in einer Demokratie nichts zu suchen. Haben wir eigentlich noch eine Demokratie? Hier zweifle ich öfter ...






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fragez. Re: Wovor haben Menschen Angst, siehe #Pegida

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