Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. *Art.1, Abs.1 GG*

http://wolfsrebellen-netz.forumieren.com/f11-wolfsrebellen-paperli

Creative Commons Lizenzvertrag

Besucherzaehler
Flag Counter




http://www.naiin.org/

Keine Bestimmung der vorliegenden Erklärung darf so ausgelegt werden, dass sich daraus für einen Staat, eine Gruppe oder eine
Person irgendein Recht ergibt, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu setzen, welche auf die Vernichtung der in dieser
Erklärung angeführten Rechte und Freiheiten abzielt. *Artikel 30 aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.*






Spenden und helfen

Neuauflage: "Ich wurde sexuell missbraucht"

Austausch

avatar
admina


Alter 68
Laune hab Laune

info Neuauflage: "Ich wurde sexuell missbraucht"

Beitrag von lupa am Mi 03 Jun 2015, 03:02

Neuauflage: "Ich wurde sexuell missbraucht"



Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB,

Das Buch “Ich wurde sexuell missbraucht”, von Norbert Denef, erschien
2007 im Starks-Sture Verlag. Ende 2008 hat er die Rechte zurückerworben
und seitdem war es über den Buchhandel nicht mehr zu bestellen.

Mit einer Geschenkaktion versuchte Denef am 5. Mai 2013 die letzten 200
Restexemplare gerecht zu verteilen - viele gingen leer aus, weil die
Nachfrage sehr groß war.

Nun steht eine überarbeitete Ausgabe kostenfrei als PDF zur Verfügung.
Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an:
info@netzwerkb.org

Nachfolgend das Kapitel "Seelenmord" als Leseprobe:

Eine Mischung aus Wut, Einsamkeit und Depressionen waren sechs Wochen lang
meine Begleiter beim Schreiben des nachfolgenden Briefes an den Bischof von
Magdeburg. Ich habe Bilder beschrieben, die in mir immer wieder hochkommen
– oft genügt ein bestimmter Geruch, ein Geräusch oder eine bestimmte
Person, und die beklemmende Erinnerung an den sexuellen Missbrauch ist
wieder präsent, Tag für Tag und Nacht für Nacht. Ich beschrieb in dem
Brief meinen ‚Seelenmord‘, durch Pfarrer Alfons Kamphusmann, die
Gründe meines Schweigens und, wie "die gleiche Scheiße" beim Organisten
der Gemeinde, Rolf Kunz, weiter ging. Kunz war mit meiner Schwester, seiner
späteren Ehefrau, befreundet, was ihn allerdings nicht daran hinderte, mir
sexuelle Gewalt anzutun. Als Organist wurde er in der Öffentlichkeit
später bekannt unter dem Namen Rolf Henry Kunz.

Weiter lesen unter:
http://netzwerkb.org/2015/06/02/neuauflage-ich-wurde-sexuell-missbraucht/

Ihr netzwerkB Team

--

Nachricht weiterleiten
http://netzwerkb.org/newsletter/?p=forward&uid=5cd7cba4bf452171602806848fb39e19&mid=505

http://netzwerkB.org



avatar
admina


Alter 68
Laune hab Laune

info Konfrontation: "Ich wurde von Rolf Henry Kunz sexuell missbraucht"

Beitrag von lupa am Fr 05 Jun 2015, 21:56

Konfrontation: "Ich wurde von Rolf Henry Kunz sexuell missbraucht"



Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB,

"Konfrontation" ist ein Kapitel aus dem Buch “Ich wurde sexuell
missbraucht” von Norbert Denef.
http://netzwerkb.org/2015/06/05/konfrontation-ich-wurde-von-rolf-henry-kunz-sexuell-missbraucht/

Als Jugendlicher wurde Denef von seinem Schwager, dem Organisten Rolf Henry
Kunz, sexuell missbraucht - ein Fernsehteam begleitete ihn 2006 bei einer
Gegenüberstellung in der Justinuskirche (Frankfurt am Main - Höchst).

Das Buch “Ich wurde sexuell missbraucht” steht kostenfrei als PDF zur
Verfügung. Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an:
info@netzwerkb.org

Konfrontation

In der Zwischenzeit interessierte sich der Mitteldeutsche Rundfunk für
meine Geschichte und wollte unter anderem eine Konfrontation mit meinem
zweiten Täter, dem Organisten Rolf Henry Kunz, aufzeichnen. Zur gleichen
Zeit hatte ich ein Psychotherapeutisches Institut in Leipzig um Hilfe
gebeten, Betroffenen in der Sache bei Bedarf zu helfen. Da sich weitere
Opfer meldeten, wollte ich, dass es ein offizielles professionelles Angebot
für Hilfesuchende gibt. Die Psychotherapeutin Frau V. erklärte sich
bereit dafür, dieses Hilfsangebot zu leisten, die Presse informierte die
Öffentlichkeit darüber. Frau V. war es auch, die mir während der
Dreharbeiten für den Filmbericht den Rücken stärkte.

Vor einem Filmteam seine Wunden offen zu präsentieren, ist ein
gefährliches Unterfangen – aber da ich meine Geschichte authentisch und
wahrheitsgetreu erzählen wollte, war dieser Schritt für mich wichtig. Die
Konfrontation mit meinem zweiten Täter wollte ich nur zulassen, wenn ich
mich in diesem Augenblick stark genug fühlte – unterstützt durch die
Anwesenheit der Psychotherapeutin. Erst wenige Minuten vor der Aufnahme
sagte ich zu.

Zwölf Jahre lang hatte ich mit diesem Menschen keinen Kontakt mehr. Auf
der Beerdigung meiner Schwester und der meines Schwagers nahm ich ihn nur
aus weiter Entfernung zur Kenntnis. Und nun stand ich ihm im Abstand von
ungefähr zwei Metern gegenüber, als der Reporter ihn fragte: „Was
fällt ihnen zu der Person ein, die hier steht?“ Nach drei Sekunden
Blickkontakt mit mir, sagte er: „Ich kann die gar nicht erkennen“, und
flüchtete in die Kirche. Der Reporter rief ihm nach: „Dann schauen sie
doch mal genau hin, bitte!“ Da war er aber schon durch die Flügeltür
gegangen, die mehrere Male zuschlug. Da sie Glasfenster hatte, konnte man
sehen, wie er auf die Orgelempore ging.

http://www.youtube.com/watch?v=CzOdbxZBbL0

Ihm hinterher zu gehen war aus rechtlichen Gründen nicht möglich – ich
hätte es gern getan. Dieser Mensch, den ich einmal als meinen einzigen und
besten Freund sah, hatte sich nicht verändert – ich war es, der sich
verändert hatte. Ich konnte ihn jetzt zum ersten Mal in meinem Leben so
sehen, wie er wirklich war, und nicht so, wie ich ihn immer sehen wollte
– ich war in der Realität angekommen. Sie tut zwar weh, aber sie ist die
bessere Alternative gegenüber der Scheinwelt, in der ich ein Leben lang
nur funktionierte.

--


Nachricht weiterleiten
http://netzwerkb.org/newsletter/?p=forward&uid=5cd7cba4bf452171602806848fb39e19&mid=506

http://netzwerkB.org

    Bildgröße ändern

    Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi 28 Jun 2017, 19:26