Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. *Art.1, Abs.1 GG*

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Keine Bestimmung der vorliegenden Erklärung darf so ausgelegt werden, dass sich daraus für einen Staat, eine Gruppe oder eine
Person irgendein Recht ergibt, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu setzen, welche auf die Vernichtung der in dieser
Erklärung angeführten Rechte und Freiheiten abzielt. *Artikel 30 aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.*






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Sind Asylanten rechtlos?

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default Sind Asylanten rechtlos?

Beitrag von lupa am So 24 Nov 2013, 17:22

Artikel 1 des GG


(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
------------
Artikel 1-3 gilt für alle Menschen, auch für Menschen die hier in D um Asyl bitten. Der Grund warum sie Asyl beantragen hat damit erst mal nichts zu tun.
Asyl ist beantragt und der Mensch kommt in eine Sammelunterkunft, 5 qm ist ausreichend für diesen Mensch. Er darf die Stadt nicht verlassen. Nicht mal zu einem Verwandten der in einer anderen Stadt wohnt. Darf nicht arbeiten. Bekommt Lebensmittelgutscheine zugeteilt. Nun darf er Jahrelang in diesem Ghetto wohnen nicht wissend wie es weiter geht. Hygiene in den Sammelunterkünften oft mangelhaft, soziale Konflikte bleiben nicht aus. Nicht wenige Asylanten werden Depressiv oder rebellieren. Doch zu sagen, dass zu viele kriminell sind oder werden stimmt so nicht. Klar werden auch Asylanten kriminell, was einem bei den Zuständen kaum verwundert, doch soll nicht als Freibrief gewertet werden.
Man kann nicht alles auf die Asylanten schieben. Auch das Geschrei: sie kommen nur weil sie ein besseres Leben haben wollen (wer will da nicht) löst das Problem nicht. Dass sich Mitbürger gegen die Asylanten stellen ist der Politik anzukreiden. Nicht wenige Politiker lösen mit ihrer Aussage eine Hetze gegen diese Menschen aus, anstatt endlich das Asylproblem anzugehen und vereinfachen bzw. zu beschleunigen.
Statt über weitere Sanktionen bei ALG II nachzudenken wäre es zu begrüßen wenn sie für das Ausländeramt mehr Personal einstellen, die Asylanten arbeiten lassen in der Zwischenzeit, Sammellager auflösen weil Menschenunwürdig, das wäre der erste Schritt um das Problem in den Griff zu bekommen. Vom Antrag bis zur Entscheidung sollte eine Zeit von 6 Monate ausreichen. 
Doch Asylanten 10 Jahre und mehr in den Sammellager zu belassen, dürfen nicht arbeiten, nicht aus der Stadt raus, ist nicht zu tolerieren. Dann kommt über Nacht die Ausländerpolizei, sie müssen ihre Taschen packen, das bisschen Hab und Gut wird den Menschen abgenommen, kommt auf den Müll, dann ab in Abschiebehaft.

Das liebe Politiker hat mit Würde nichts zutun und verstößt eindeutig gegen die Menschenrechte.

Sarkasmus on
Wäre in dem Sammellager Tiere untergebracht wäre das Geschrei mit Sicherheit sehr groß ..
Was sind Asylanten ??? 
Sarkasmus off

interessante Links zur Information ... 

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/leben-im-asylbewerberheim-die-menschen-sollen-zermuerbt-werden-1.932124

http://www.n-tv.de/politik/Aushungern-und-abblocken-article6686041.html

http://www.aktivgegenabschiebung.de/sammellager-fuer-die-unterbringung-von-asylanten/




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(Jeder Schreibfehler im Text steht für ein Lächeln
) ... 




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Beitrag von lupa am Mo 25 Nov 2013, 01:51

Ich selbst bin froh nicht in einem Land geboren zu sein wo Armut niemals aufhört. Wo Slums ein alltägliches Bild ist. Wo man unter menschenunwürdigen Bedingungen für einen Bettellohn arbeiten muss um überhaupt was zum Essen zu haben, wobei man Hirsebrei, Reis ohne alles usw. nicht wirklich als nahrhaftes Essen bezeichnen kann. Diese Menschen sind gezwungen all das zu ertragen es weil sie keine andere Möglichkeiten haben um überleben zu können.
Wir sehen öfter in Reportagen wie es den Menschen in Teilen Afrikas und Asien ergeht. Wir wissen wie es Hauptsächlich den Kindern, Frauen in Bangladesch und Indien ergeht. Kinder und Frauen, die unter den unmöglichsten Bedingungen Kleider nähen, Kleider für das "reiche" Europa. Nun kommen Familienmitglieder auf die Idee nach Europa zu gehen. Sie wollen Arbeiten, Geld nach Hause schicken um das Elend erträglicher zu machen. Um ihre Kinder auf Schulen schicken zu können usw., sie kommen nicht weil sie im Wohlstand leben wollen. Denn diese Menschen verzichten auf vieles im Ausland, es geht ihnen darum so viel wie Geld nach Hause zu schicken damit die dort lebende Familie es ein wenig besser hat.
Natürlich wissen diese Menschen was sie erwartet wenn sie nach Europa kommen. Sie sehen auch da im TV wie "Gastfreundlich" die Europäer sind, allen voran Deutschland. Sie wissen dass sie nur von wenigen Mitmenschen hier willkommen sind, dass sie jeden Tag in Angst leben müssen, Angst vor der Abschiebung. Angst, kommen sie über den Wasserweg, dass sie dabei sterben können. Doch das Leben in ihrem Land ist schlimmer als die Angst, die hoffen dass es sie nicht trifft, dass sie durchkommen, dann sieht man weiter.
Wir fahren (fliegen) in diese Länder, machen da Urlaub, doch kaum ein Urlauber sieht die Elendsviertel einige km vom Urlaubsort enternt. Wir freuen uns über die Gastfreundschaft mit der wir aufgenommen werden. Wie hilfsbereit diese Menschen vor Ort sind, geben mehr oder weniger Trinkgeld, freuen uns über das was wir sehen und sagen wir kommen wieder. Wieder zu Hause wird strahlend über den Urlaub, den Menschen vor Ort, über das Land berichtet.
Das ändert sich schlagartig dann, sollten Menschen aus diesem Land auf die Idee kommen hier in unserem Land Asyl zu beantragen. Sofort ist das Land und die Einwohner nicht mehr die gleichen wie die, von denen noch vor einiger Zeit geschwärmt wurde. Doppelte Moral ... nenne ich das. Diese Menschen kommen doch nicht weil sie uns was wegnehmen wollen. Sie kommen weil sie kaum eine Chance sehen und auch haben um endlich etwas besser leben zu können. Werden sie abgeschoben kommen viele im eigenen Land in Haft wegen Republikflucht. (nicht in allen Ländern wird so verfahren). Nach außen hin wird es jedoch von den Regierungen da verneint, niemals passiert sowas heißt es aus Regierungskreisen. Doch Menschen vor Ort berichten anderes. 
Wir können das Problem nicht lösen, hier sind die Regierungen (auch unsere) gefragt. Doch mehr Verständnis für diese Menschen die hier um Asyl bitten, mehr entgegenkommen, die Hand reichen ... ist das so schwer?




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